Großbritannien verzögert europäische Elektronikschrottverordnung
May 13, 2005
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Die britische Regierung verschob die Implementierung einer EU-Direktive, die Einzelhändler und Hersteller zum Recycling einer halben Million Tonnen Handys, Toaster, Radios, Fernsehgeräte, Computer, Waschmaschinen, Kühlschränke und andere Elektrogeräte gezwungen hätte. Vertreter des britischen Ministeriums für Handel und Gewerbe (DTI) beabsichtigen einen Aufschub des Recycling bis Januar 2006.

Die Direktive über Elektro- und Elektro-nikaltgeräte (WEEE), durch die vermieden werden soll, dass Haushaltsgeräte in Mülldeponien enden, hat Berichten zufolge bei Händlern die Befürchtung erzeugt, dass sie von den Abfallmengen überwältigt würden. Laut der Zeitung The Guardian forderten sie mehr Zeit, um sich auf die Neuregelung vorzubereiten. Repic (Recycling Electrical Producers’ Industry Consortium), das Hersteller wie Indesit, BSH, Candy, Panasonic, Philips, Sony, Electrolux, Kenwood, Hitachi und Sharp umfasst, will die Verbraucher beim Kauf von Geräten eine Recyclinggebühr zahlen lassen, um die Entsorgungskosten für die Altgeräte zu decken. “Die verfrühte Implementierung der Direktive hätte zu höheren Kosten für Verbraucher geführt und britische Arbeitsplätze gefährdet”, sagte Philip Morton, Repics Chief Executive. “Wir haben jetzt die Möglichkeit, eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung zu finden.”

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